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	<title> &#187; Restaurantkultur</title>
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		<title>Neulich beim Fr&#252;hst&#252;ck&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 21:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom B</dc:creator>
				<category><![CDATA[Restaurantkultur]]></category>
		<category><![CDATA[gastro]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich bei uns im Hotel am Fr&#252;hst&#252;ckstisch:
Ich: &#8220;Sch&#246;nen guten Morgen, darf ich Ihnen schon Kaffee oder Tee bringen?&#8221;
Gast: &#8220;Ja, gerne, ich h&#228;tte gerne einen koffeinfreien Cappuccino mit laktosefreier Milch, sacherinfreiem S&#252;&#223;ungsmittel und dazu ein Glas stilles, natriumarmes Mineralwasser.&#8221;
Ich:   &#8220;&#8230;&#8221;
Naja, ich war dann schon fast versucht zu fragen obs zu dem natriumarmen Mineralwasser auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich bei uns im Hotel am Fr&uuml;hst&uuml;ckstisch:</p>
<p><em>Ich: </em>&#8220;Sch&ouml;nen guten Morgen, darf ich Ihnen schon Kaffee oder Tee bringen?&#8221;</p>
<p><em>Gast: </em>&#8220;Ja, gerne, ich h&auml;tte gerne einen koffeinfreien Cappuccino mit laktosefreier Milch, sacherinfreiem S&uuml;&szlig;ungsmittel und dazu ein Glas stilles, natriumarmes Mineralwasser.&#8221;</p>
<p><em>Ich: </em> <img src='http://www.toms-webworld.de/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt='8O' class='wp-smiley' /> &#8220;&#8230;&#8221;</p>
<p>Naja, ich war dann schon fast versucht zu fragen obs zu dem natriumarmen Mineralwasser auch ein Glas hei&szlig;es Wasser tut, aber der Gast ist ja bekanntlich K&ouml;nig und bekommt das was er verlangt.<br />
Also ab zur Kaffeemaschine, laktosefreie Milch (w&uuml;rg) aufgesch&auml;umt, nen koffeinfreien Espresso gemacht, beides zusammen in ne Tasse gekippt, Honig dazugestellt und eine kleine Flasche &#8220;Aqua Panna&#8221; Mineralwasser dazu. Alles auf ein Tablett gepackt und ab zu meinem Gast&#8230;.</p>
<p><em>Ich: </em>&#8220;Hier bitte, Ihr Cappuccion, ich hoffe Honig ist Ihnen f&uuml;r die S&uuml;&szlig;e recht?&#8221;</p>
<p><em>Gast: </em>&#8220;Danke, ist recht, das hat aber schon ziemlich gedauert, ich bin ja schon fast mit dem Fr&uuml;hst&uuml;ck fertig.&#8221;</p>
<p><em>Ich: </em>&#8220;&#8230;&#8221;  <img src='http://www.toms-webworld.de/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.toms-webworld.de/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.toms-webworld.de/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt='8O' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.toms-webworld.de/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.toms-webworld.de/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Was soll man dazu noch sagen&#8230;&#8230;</p>
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		<title>Ich bin Kellner</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 20:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom B</dc:creator>
				<category><![CDATA[Restaurantkultur]]></category>
		<category><![CDATA[gastro]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem Leben der Restaurantkultur:


Ich bin Kellner. Ich verstehe mich darauf, jedem Gast an der Nasenspitze anzusehen, ob er gut oder schlecht gelaunt ist und ich kann mich diesen Stimmungen immer prima anpassen. Ich wei&#223;, dass manche G&#228;ste zu cholerischen Anf&#228;llen neigen, wenn sie ihr Essen so erhalten, wie sie es bestellt haben. Die Bestellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><strong>Aus dem Leben der Restaurantkultur:</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><span style="font-size: small;">Ich bin Kellner. Ich verstehe mich darauf, jedem Gast an der Nasenspitze anzusehen, ob er gut oder schlecht gelaunt ist und ich kann mich diesen Stimmungen immer prima anpassen. Ich wei&szlig;, dass manche G&auml;ste zu cholerischen Anf&auml;llen neigen, wenn sie ihr Essen so erhalten, wie sie es bestellt haben. Die Bestellung “Wie immer” kann ich stets zweifelsfrei und ohne Verzug an die K&uuml;che weitergeben. Ohne Knoblauch, bitte. Es macht mir nichts aus, beschimpft zu werden, denn als Kellner nimmt man nichts pers&ouml;nlich. Au&szlig;erdem ist es ja sowieso meine Schuld, wenn Sie schlechte Laune haben. Ja, ich wei&szlig;, dass “Sie Volltrottel” nur ein kleiner Scherz war, und weil Sie so witzig waren, geht das Dessert nat&uuml;rlich auf´s Haus. Wie immer. Ohne Sahne.</span></p>
<p><span id="more-31"></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich habe &uuml;brigens auch die F&auml;higkeit, das Restaurant nach Belieben umzubauen, zu vergr&ouml;&szlig;ern und Tische zu schreinern. Nat&uuml;rlich haben wir am ersten Weihnachtstag noch einen Fenstertisch f&uuml;r 8 Personen frei. Welches Datum heute ist? Der 23.12., warum?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Selbstverst&auml;ndlich behalte ich immer den &Uuml;berblick &uuml;ber meine G&auml;ste. Auch wenn wir ungef&auml;hr 2000 Fr&uuml;hst&uuml;cke haben, wei&szlig; ich immer, wann und wohin sich ein Gast umgesetzt hat. Klar finde ich es super, wenn Sie f&uuml;nf Tische und f&uuml;nf Gedecke f&uuml;r ein Fr&uuml;hst&uuml;ck benutzen. Ich mag es sehr, wenn ich Ihnen alles hinterhertragen darf. Nat&uuml;rlich geht das auch schneller.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich bin Kellner. Als solcher ist man automatisch masochistisch veranlagt. Wenn Sie ein Rinderfilet mit f&uuml;nf verschiedenen Saucen (die Hollandaise und die Pfefferrahmsauce aber bitte à part), bestellen, statt Karotten lieber Spargel (erw&auml;hnte ich, dass wir Dezember haben?) h&auml;tten und es sch&ouml;n w&auml;re, wenn die Bratkartoffeln einzeln ausgarniert w&auml;ren, rei&szlig;t mir die K&uuml;che den Kopf ab. Aber gerade das mag ich so an meinem Beruf.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Es macht mir auch gar nichts aus, die Rechnung f&uuml;r Ihren Tisch mit 23 Personen schnell mal zu splitten. Ich habe zwar vor dem Buchen gefragt, ob Sie getrennte Rechnungen w&uuml;nschen, aber wenn Sie es sich spontan anders &uuml;berlegt haben &#8211; kein Problem. Unser Kassensystem ist &uuml;brigens so alt, dass es schon die Kellner unserer Vorv&auml;ter benutzt haben (und ich kann diese Keilschrift auch sehr schlecht lesen), aber da Sie alle ja im Prinzip stante pede weg m&uuml;ssen, beeile ich mich selbstverst&auml;ndlich endlich mal. Erstmal muss ich aber meinen Kassenhinkelstein hier einlesen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich spreche auch alle m&ouml;glichen Sprachen, doch besonders gut bin ich in nonverbaler Konversation: Naser&uuml;mpfen bedeutet “Ein Steak Tatar, pikant, aber ohne Kapern, bitte.”, Grunzen hei&szlig;t “Es w&auml;re sehr freundlich, wenn Sie mir noch ein Bier bringen w&uuml;rden.”. Ich wei&szlig; ebenfalls, dass Sie Ihre Getr&auml;nke nicht zu bezahlen brauchen, weil Sie schon seit 17 Jahren zu uns kommen. Dieses Restaurant gibt es erst seit 5 Jahren. Ich habe Sie noch nie gesehen &#8211; mein Fehler, ich wei&szlig;.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich bin Kellner. Ich mu&szlig; immer alles wissen, k&ouml;nnen, m&ouml;glichst schnell erledigen und auf jeden lustigen Scherz eingehen. Als Kellner besitze ich logischerweise einen IQ unterhalb der Zimmertemperatur.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Mein Beruf ist nur f&uuml;r Idealisten geeignet, doch daf&uuml;r haben die meisten von uns wirklich Spa&szlig; bei der Arbeit. Vor allem &uuml;brigens dann, wenn alle anderen frei haben (au&szlig;er Krankenschwestern, Taxifahrer und Totengr&auml;ber). Warum auch nicht? Schlie&szlig;lich wird der Job super bezahlt, deshalb ist es mir auch ganz egal, ob Sie mir Trinkgeld geben oder nicht.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich bin gern Kellner, denn man erlebt die sch&ouml;nsten Dinge. Es ist sch&ouml;n, wenn G&auml;ste mir erz&auml;hlen, warum sie viele M&ouml;hren im Salat w&uuml;nschen (ist angeblich gut gegen H&auml;morrhoiden) und auch an Ihren Krampfadern bin ich sehr interessiert. Es ist sch&ouml;n, wenn G&auml;ste denken, dass ich taub bin f&uuml;r Tischgespr&auml;che, in die ich nicht involviert bin, dann erfahre ich endlich mal, wie geil der Hintern meiner Kollegin aussieht. Ich selber bin nat&uuml;rlich auch nicht von schlechten Eltern. F&uuml;r dieses Kompliment verzichte ich gern auf mein Trinkgeld. Aber diesmal bitte mit Sahne!  <img src='http://www.toms-webworld.de/wp-includes/images/smilies/icon_confused.gif' alt=':?' class='wp-smiley' />  <img src='http://www.toms-webworld.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=':wink:' class='wp-smiley' /> </span></p>
<p><span style="font-size: small;">&#8230;&#8230;&#8230;die Quelle dieses Textes ist leider unbekannt, jedoch spricht sie mir definitiv aus der Seele. Arbeite ja im gleichen Bereich&#8230;.<br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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